Perfion PIM im Maschinenbau: Nahtlose Integration mit D365 und CPQ
Autor: Martin Johansen
Founder, Mercura CPQ — basierend auf realen Implementierungsprojekten
Wenn man im Microsoft-Ökosystem unterwegs ist, führt oft kein Weg an Perfion vorbei. Das PIM-System integriert sich nativ in Dynamics 365 und bot unserem Kunden in der Medizintechnik die perfekte Ausgangslage für die geplante CPQ-Einführung.
Die Ausgangssituation
Der Kunde produzierte hochkomplexe Diagnosegeräte, die individuell konfiguriert werden müssen. Die Herausforderung: Medizintechnische Produkte erfordern unzählige Zertifikate, detaillierte Anwendungshinweise und hochauflösende Schnittbilder, die in jedem Angebot auf den Punkt genau referenziert werden müssen. Die Basisdaten lagen in D365 Finance & Supply Chain Management, doch die Anreicherung erfolgte bis dato manuell.
Architektur und CPQ-Zusammenspiel
Da Perfion fast wie ein Add-on innerhalb von D365 agiert, konnten wir die bestehenden ERP-Schnittstellen unseres CPQ-Systems stark wiederverwenden und anpassen. Das CPQ fragt bei der Konfiguration eines Geräts nicht nur die technischen Restriktionen aus der ERP-Stückliste ab, sondern zieht zeitgleich über die Perfion-Schnittstelle alle relevanten “Rich Data” Assets.
Sobald der Vertriebsmitarbeiter im CPQ bestimmte Komponenten auswählt (z.B. ein spezifisches Sensormodul), wird im Hintergrund geprüft, ob Warnhinweise oder spezielle Handbücher existieren. Diese fügt der CPQ-Document-Builder automatisch dem finalen Angebotspflichtenheft an.
Learnings
- Datenklassifizierung ist alles: Perfion ist extrem mächtig in der Vererbung. Wenn Kategorien jedoch unscharf definiert sind, zieht das CPQ unter Umständen falsche Medien. Ein vorgelagertes Datenbereinigungsprojekt war unerlässlich.
- Performance: Durch die direkte Nähe von Perfion zum ERP war die Datenbereitstellung extrem schnell, was das Benutzererlebnis im CPQ bei der Live-Konfiguration spürbar verbesserte.
Das Projekt war nach vier Monaten abgeschlossen. Der Kunde profitiert nun von stark reduzierten Reklamationsquoten, da nie wieder veraltete Dokumentationen an Kunden verschickt werden.